Reise blog von Travellerspoint

San Agustín - Im Tal der Statuen

und ein Zuhause zum Verweilen

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Von Popayán geht es über einen holprigen Weg nach San Agustín. Je nach Strassen- und Wetterlage dauert die Fahrt der nicht mal 100 Kilometer zwischen fünf und neun Stunden. Wir haben Glück und schaffen die Strecke inklusive Mittagspause in fünfeinhalb. Es gibt zwei Gründe San Agustín zu besuchen. Die fantastische, grüne Berglandschaft und die Zeugnisse einer alten Kultur, die bis ins Jahr 3300 vor Christus zurückreichen.

Für uns kommt noch ein dritter Grund hinzu. Kaum sind wir aus dem Bus ausgestiegen, kommen einige Schlepper auf uns zu, die uns diverse Hostels schmackhaft machen möchten. Wir hatten uns sowieso schon eines ausgesucht und erfragen dessen Preis bei einem der Schlepper. 20 Minuten Fussweg später, bergauf natürlich, kostest das Zimmer plötzlich mehr als unten am Bus. Ein wenig verärgert stehen wir kurz darauf wieder am Fuss des Hügels und sehen uns nach Alternativen um, als uns ein Motorradfahrer anspricht, ob er uns helfen könne. Wie sich herausstellt der Inhaber des Hostels, das wir gerade verlassen hatten. Als er die Geschichte hört, empfiehlt er uns ein erst vor vier Monaten eröffnetes Hostal, das unseren Preisvorstellungen entspricht. Der Aufenthalt dort sollte unser eigentliches Highlight von San Agustín werden.

Das Posada El Hogar wird von dem französischen Paar Audrey und Taieb geführt. Ein sehr gemütlich eingerichtetes, altes Haus am Dorfrand.
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Im grossen Garten toben ausserdem noch die beiden sechs Monate alten Hundebrüder Bakschisch und Sindbad. Besonders Bakschisch ist ein echter Clown. Wir sind die einzigen Gäste und erfahren entsprechend viel Aufmerksamkeit. Schnell stellt sich heraus, dass wir uns hervorragend verstehen und so verbringen wir die nächsten Tage einige Stunden im El Hogar mit herzlichen Gesprächen. Wir haben uns so wohl gefühlt, wir wären gerne länger geblieben und die Verabschiedung fühlte sich eher an wie unter Freunden. An dieser Stelle den beiden nochmals alles Gute für ihr Projekt: buena suerte!

Eigentlich waren wir aber natürlich wegen der vielen Statuen gekommen, die in der Gegend zu finden sind. Man weiss nicht viel über die Menschen, die sie geschaffen haben. So erfahren wir nur, dass die Statuen auf Gräbern liegend gefunden wurden, sie tragen indigene und asiatische Merkmale und es gibt keine Funde von Schriftzeichen.
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Alleine im Parque Arqueológico bei San Agustín stehen 130 Figuren, in der weiteren Umgebung finden sich etliche weitere Stätten. Wir verbringen einen Tag mit einer Jeeptour zu den weiter entfernten Plätzen und einen weiteren im Parque sowie bei El Tablón und La Chaquira, die in Fussnähe liegen. Die Statuen in der herrlich grünen Berglandschaft haben etwas magisches.
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Eingestellt von Daggi.Oli 21:48 Archiviert in Kolumbien Tagged round_the_world

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Kommentare

Und wieder, wie immer wenn ich eure - nebenbei gesagt sehr gut geschriebenen - Zeilen lese, packt mich das Fernweh. Speziell Popayán hat es mir angetan :).

Ich hoffe, mein Schaf und mein Seelöwenbaby vertragen sich inzwischen und benehmen sich anständig. ;)

Beste Grüße aus Berlin

von Falk

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