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Die koloniale Perle Cartagena

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Nach 13 Stunden Busfahrt kommen wir in Cartagena an, wo wir uns ein Schiff für die Überfahrt nach Panama organisieren müssen. Es gibt diverse Cargoboote, die die Strecke öfter fahren oder freie Kapitäne, die mit ihren Segelschiffen üblicherweise dann losfahren, wenn sie genügend Passagiere zusammen haben. Bei der Auswahl des Schiffs ist ein wenig Vorsicht angesagt. Leider gibt es Geschichten von Backpackern, die sich auf offener See auf Cargobooten plötzlich in Mitten einer erfolgreichen Drogenrazzia und entsprechender Erklärungsnot wiederfanden. Auch von Kidnapping a la "Du gibst uns jetzt Summe X oder du kommst nicht mehr an Land!" hört man.

Folglich wenden wir uns an das Casa Viena, das seit vielen Jahren von dem Österreicher Hans betrieben wird. Er hilft bei der Organisation der Überfahrt auf zuverlässigen Schiffen. Dank seiner Vermittlung nehmen wir Kontakt mit Fritz auf, österreichischer Kapitän auf seinem Katamaran "Fritz the Cat", in seinem früheren Leben Gastronom in Wien.
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Nach einem einstündigen Treffen auf seinem Schiff steht für uns fest, dass wir mit ihm überfahren werden. Ganz grosses Argument: Er legt Wert auf gutes Essen uns backt sogar sein eigenes Sauerteigbrot. Wir hoffen auf ein kulinarisches Fest!

Deutlich leichter fiel uns die Entscheidung, da wir vorher das Schiff des jungen kolumbianischen Kapitäns Tilson angesehen haben. Er und seine amerikanische Freundin haben uns irgenwie kein Vertrauen eingeflöst. Später erfahren wir, dass sein Bruder angeblich mit der Drogenmafa verstrickt ist. Fritz hat ein festes Ablegedatum, den 25. Mai, was uns noch eine Woche gibt, um Cartagena und Umgebung anzusehen.

Die Stadt wurde 1533 gegründet und ist heute Unesco Weltkulturerbe. Im Altstadtkern sind viele koloniale Gebäude erhalten, was Cartagena zu dem Ruf verholfen hat, eine der schönsten Städte Südamerikas zu sein.

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Früher sammelten sich hier die spanischen Schiffe, bevor sie mit Reichtümern beladen gemeinsam den Weg nach Spanien antraten. Es heisst, dass Sir Francis Drake einmal ein Schiff kapern konnte und dabei in etwa das Jahreseinkommen der englischen Krone erbeutet hat. Aus diesem Grund ist Cartagena als sichere Festung ausgebaut. Die bis zu 18 Meter dicke Stadtmauer steht noch heute.

Inzwischen hat die Stadt über eine Million Einwohner und rund um das Zentrum schiessen die Hochhäuser aus dem Boden. Insgesamt eine faszinierende Mischung aus Historie und Moderne, karibischen, afrikanischen und spanischen Einflüssen.

Wir haben das Glück, das am 23. Mai eine Regatta mit zwölf grossen Windjammern stattfinden soll. Einen ersten Eindruck bekommen wir, als eines der grossen Segelschiffe in den Hafen geschleppt wird.
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Um am 23. wieder in Cartagena zu sein, verlassen wir die Stadt in Richtung Mompos, welches ähnlich schön sein soll, aber deutlich schwieriger zu erreichen, weshalb sich dort nur wenig verändert hat.

Eingestellt von Daggi.Oli 18:57 Archiviert in Kolumbien Tagged round_the_world

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