Reise blog von Travellerspoint

Von Cartagena nach San Blas

Mit dem Katamaran durch die Karibische See

sunny 28 °C
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Am 25. Mai lichten wir Anker und stechen mit Küchenchef und Kapitän Fritz und seinem Matrosen Luis in See. Mit an Bord 15 Backpacker, die ins tropische Inselparadies San Blas möchten. Damit ist der 15 Meter lange und 8,50 Meter breite Katamaran ziemlich voll. Kabinen gibt es für zehn, fünf schlafen im Salon, Fritz auf dem Küchenfussboden und Luis an Deck. Im Lauf der Überfahrt verteilen sich die Passagiere immer mehr auf Deck. Obwohl es eng ist, zusätzlich sind noch drei Motorräder, eines davon mit Beiwagen, an Bord, bietet das Schiff genügend Fläche für alle, so dass es meist möglich ist, denen aus dem Weg zu gehen, die nicht ganz auf der gleichen Wellenlänge liegen.

Fritz, in seinem früheren Leben Besitzer mehrerer Restaurants in Wien, verspricht gute Küche und genug für jederman. Das Essen ist tatsächlich reichlich und geschmacklich sehr gut, grosse Küche darf allerdings nicht erwartet werden. Es werden einfache Ein-Teller-Gerichte wie Spaghetti, Kaiserschmarrn, Gulasch oder Palatschinken serviert. Für uns eine Woche Urlaub von Huhn mit Bohnen und Reis. Am Ende der Überfahrt gibt es noch ein kulinarisches Fest, als wir einigen Kunas, der indigenen Inselbevölkerung der San Blas Inseln, riesige, frisch gefangene Langusten abkaufen.
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Sonst verläuft die Schiffahrt ohne besondere Vorkommnisse. Fritz' teures Wundermittel gegen Seekrankheit 'Scopoderm' hilft bei Oli am ersten Tag hervorragend, bei Daggi am zweiten. Jeder von uns fühlt sich einen Tag nicht so gut. Während des ersten Schnorchelgangs verliert Oli sein Scopodermpflaster und muss auf das in Kolumbien gebräuchliche Mareol ausweichen, das nur einen Bruchteil kostet, aber anscheinend auch gut wirkt. Der Seegang während der vorherigen Tage war allerdings deutlich stärker. Der endgültige Beweis steht also noch aus.

San Blas

Am Abend des vierten Tags der Überfahrt ankern wir bereits vor dem Hafen, an dem wir am nächsten Morgen an Land gehen. Bereits einen Tag zuvor waren wir im Archipel unterwegs.
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Für uns überraschend sind wir die einzigen, die noch auf den Inseln bleiben möchten. Alle anderen Segler fahren direkt nach Panama City weiter, das von der Küste aus mit einem Allradjeep in nur zwei Stunden erreicht werden kann.

Wir steigen die erste Nacht auf Cartí Suitupo im Hostal 'Homestay' ab. Die Insel ist bis auf den letzten Quadratzentimeter bebaut. Da Nebensaison ist, scheinen wir die einzigen Ausländer zu sein. Unser Hostelchef schaukelt den ganzen Tag in der Hängematte, steht nicht mal auf, wenn er mit uns spricht und versucht, uns unverschämt teure Trips zu verkaufen. Wenn wir bei ihm übernachten, ist der Transfer zu den schönen Inseln eingeschlossen, möchten wir jedoch auf einer der anderen Inseln übernachten, kosten die maximal zehn Minuten Bootsfahrt plötzlich 15 Dollar pro Person. Zum Glück gelingt es uns nach einigem Herumfragen am Kai, die Passage anderweitig zu organisieren, so dass wir die zweite Nacht in einer Cabaña auf Needle Island (Isla Aguja) verbringen, einer Insel wie für Postkarten und Werbefilmaufnahmen geschaffen. So hatten wir uns San Blas eigentlich vorgestellt.
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Mit dem nötigen Kleingeld könnte man weiter von Trauminsel zu Trauminsel reisen. Da wir aber noch ein wenig länger unterwegs sein möchten, fahren wir einen Tag später schon wieder Richtung Panama City ab. Auf dem Weg passieren wir eine Polizeikontrolle, die gerade einen Kleinbus komplett auseinandernimmt. Neben dem Bus eine Gruppe junger Touristen, einer, der sehr nach dem Cliché amerikanischer Surferboy aussieht, in Handschellen. Offenbar dachte er, es wäre kein Problem ein wenig Marihuana zum Eigengebrauch von Kolumbien mit nach Panama zu nehmen. Wir kommen wohlbehalten und ohne Fahrzeugkontrolle in Panama City an.

Eingestellt von Daggi.Oli 21:53 Archiviert in Panama

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Kommentare

Hallo Dagmar,

Ich habe deinen Reisebericht gelesen, der hat mir sehr gut gefallen. Als Deustschlehrer gefill mir besonders eurer Schreibstill. Dieses versuche seit lange zu lernen, denke aber dass für einen Auländer undenkbar ist.

Ich wünsche euch eine gute weitere Reise.

Mfg

Klaus

von Klaus Müller aus Brasilien

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