Reise blog von Travellerspoint

Im Nebelwald von El Copé

Parque Nacional Omar Torrijos Herrera

sunny 20 °C
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Der Nebelwald lässt uns offenbar nicht los. Vielleicht schaffen wir es in in Bolivien endlich in den richtigen Dschungel. Dieses Mal ist unser Ziel der nördlich des kleinen Dörfchens El Copé gelegene Parque Nacional Omar Torrijos Herrera.

Die etwas schwierige Anreise hält die grossen Touristenströme fern. Von El Copé, das wir innerhalb eines Tages von Boquete aus erreichen, geht es mit einem Minibus weiter nach Barrigón. Ab dort läuft man rund eine Stunde bergauf zum Parkeingang. Im Park gibt es eine kleine, traumhaft schön gelegene Cabaña, in der übernachtet werden kann.
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Folglich haben wir unser ganzes Gepäck und Essen für drei Tage mit dabei, während wir uns den Weg hochquälen. Aber wir haben Glück. Für einen Dollar mehr hatte uns der Minibusfahrer schon ein Stück höher gefahren als üblich und nach nur 20 Minuten Fussweg kommt ein Jeep vorbei, der uns den restlichen Weg bis zum Parkeingang mitnimmt. Wir mieten uns also für drei Nächte in der Cabaña ein und hoffen auf die spektakuläre Tierwelt des Parkes: Brüllaffen, Kapuzineraffen, Tapire, Nasenbären, Ameisenbären, Tukane und unendlich viele andere Vogelarten.

Während der ersten Wanderung sehen wir einen Tausendfüsser und einen wachtelähnlichen Vogel im Unterholz. Die Höhepunkte der Nacht und des zweiten Tages sind faustgrosse Kröten, die dafür in rauhen Mengen, ein paar Kolibris und immerhin - ein Tukan. Und der sogar komplett frei in einem abgestorbenen Baum ohne störende Blätter.

Am folgenden Tag sind wir um kurz nach sechs Uhr früh bereits auf dem Gipfel eines Hügels, der von der Cabaña aus in 20 Minuten erreicht werden kann. Oben ist es bei klarer Sicht möglich, sowohl den Pazifik wie auch den Atlantik zu sehen. Viel mehr beeindruckt uns aber der Blick über den sich scheinbar endlos erstreckenden Nebelwald.
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Etwas später erkunden wir diesen Wald wieder in seinem Inneren und glauben zunächst einen drei Kilometer langen Rundweg zu gehen. Nach vier Stunden Wanderung drehen wir um, da der Pfad ständig in die falsche Richtung führt und keine Anstalten macht, die richtige Kurve einzuschlagen. Irgendwann merken wir, dass wir eine Abzweigung falsch genommen hatten. Die Anstrengungen haben sich mal wieder nur wegen der beeindruckenden Flora gelohnt. Die Fauna hält sich wie so oft bedeckt. In manchen Momenten wünschen wir uns nach Galápagos zurück.

Inzwischen, nach drei Tagen, ist auch unser letztes Hemd durch den ständig durch die Cabaña ziehenden Nebel völlig klamm und feucht. Wir fliehen nach Panama City, das etwas trockener und insektenärmer ist.

Eingestellt von Daggi.Oli 15:36 Archiviert in Panama Tagged round_the_world el_copé nebelwald

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Kommentare

Hoffe Du hast auch schön die Brüllaffen, Kapuzineraffen, Tapire, Nasenbären, Ameisenbären, Tukane und Co auf Ton gebannt ;)

von Michael Rubner

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