Reise blog von Travellerspoint

Panama City

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Nach der ersten Nacht im Hostel gelingt es uns zum ersten Mal während unserer Reise, eine Übernachtungsmöglichkeit über Couchsurfing zu organisieren. Wir dürfen drei Nächte bei Alejandro, einem Werbefilproduzenten, schlafen. Der Empfang ist sehr herzlich. Wir haben unser eigenes Zimmer, eigenes Bad, eigenen Schlüssel und fühlen uns schnell wie daheim. Alejandro opfert sogar seinen freien Samstag und fährt mit uns zur Miraflores Schleuse, damit wir uns den Panama Kanal ansehen können. Und das, obwohl er schon lange nicht mehr zählt, wie oft er bereits dort war.

Der Kanal ist enorm beeindruckend. Der erste, der die Idee einer Verbindung von Atlantik und Pazifik hatte, war im Jahr 1524 der spanische König Charles V. Erst 1881 wurde der erste, erfolglose Versuch unternommen, bei dem innerhalb von rund neun Jahren über 22.000 Arbeiter an Gelbfieber und Malaria starben. Unter fragwürdigen Umständen sicherten sich später die USA die Rechte an der Kanalzone. Zwischen 1904 und 1914 gelang unter ihrer Herrschaft der Durchbruch, eine unglaubliche Ingenieursleistung.

Als wir dort waren, passierten zwei grosse Schiffe die Miraflores Schleusen, ein Kriegsschiff und ein Containerschiff, ein sogenanntes "Panamax". Grössere Schiffe als dieses können zur Zeit den Kanal nicht nutzen. Zwischen Schiff und Schleusenwand sind jeweils nur noch 60 cm Platz!
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Der Preis für die Durchfahrt berechnet sich übrigens nach Gewicht und Ladung. Das Panamax musste über 300.000 Dollar zahlen und kommt dabei immer noch günstiger davon, als um die Südspitze des amerikanischen Kontinets zu fahren, was zusätzliche zwei Wochen benötigt. Ein weiterer Superlativ, der nachdenklich stimmt: Mit jeder Schiffspassage werden knappe 200 Millionen Liter Frischwasser in den Ozean geleitet. Die Erweiterung des Kanals, die 2014 fertig werden soll, hat immerhin Auffangbecken, die helfen sollen, Wasser zu sparen.

Neben diesem Must See hat Panama City noch eine schöne Altstadt, Casco Viejo, die einen Besuch wert ist. Hier wird zur Zeit sehr viel renoviert. Es finden sich wunderschöne koloniale Häuser mit teuren Restaurants oder Andenkenläden neben kolonialen Ruinen, die zum Teil wohl auch bald teure Restaurants oder Hotels sein werden.
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Interessant ist, dass Casco Viejo nicht der älteste Teil der Stadt ist. Von Panama Viejo, der ersten Siedlung, stehen heute nur noch ein paar Ruinen, nachdem Captain Henry Morgan die Stadt 1671 überfallen und vollständig ausgeraubt hatte. Erst danach entstand das etwas geschützter gelegene Casco Viejo.
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An dem Tag, an dem wir uns die Ruinen ansehen möchten, sind wir vormittags noch kurz in einem Internetcafé, unter anderem, um eine Mail an Astrid und Thomas zu schreiben, einem deutschen Motorradfahrerpärchen, das mit uns auf dem Segelschiff nach San Blas war. Auf dem Rückweg von El Copé waren wir im Bus an den beiden vorbeigefahren, leicht zu erkennen am blauen Motorrad mit Beiwagen. So viele von der Sorte fahren hier nicht. Zufällig ist Astrid auch online, antwortet sofort auf unsere Mail und wir verabreden uns, um zusammen die Ruinen zu besichtigen. Es wird ein sehr schöner Tag, den wir erst spät nachts nach einem gemeinsamen Abendessen beenden. Unser geplantes Kochen für Alejandro müssen wir auf den folgenden Abend verschieben, der auch unser letzter in Panama sein wird. Wir möchten langsam den Rückweg Richtung Süden antreten.

Eingestellt von Daggi.Oli 16:05 Archiviert in Panama Tagged round_the_world

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