Reise blog von Travellerspoint

Titicacasee

Puno, Copacabana und Isla del Sol

sunny 10 °C
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Natürlich gibt es Seen, die höher liegen als der Titicacasee. Um aber dennoch einen Superlativ bieten zu können, ist der Titicacasee auf 3800 Meter über NN immerhin der höchste schiffbare See der Welt und demzufolge konnte sich auch der höchste Yachtclub der Welt hier niederlassen. Völlig unabhängig von irgendwelchen Spitzenleistungen liegt der riesige See zwischen Peru und Bolivien in einer überwältigenden Landschaft umgeben von den Bergen der Anden.
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Unser erster Halt am See ist auf der peruanischen Seite in Puno, wo wir uns die Uros, schwimmende Inseln, ansehen. Seit Jahrhunderten bauen die Uros Indianer schwimmende Inseln aus Schilf, auf denen sie leben. Aus dem gleichen Material werden auch die Hütten und die Boote gefertigt. Schält man die strohige Schale des Schilfs, kann man den weichen Innenteil sogar essen.
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Da Puno selbst keinen Halt wert ist, fahren wir sofort weiter nach Copacabana auf die bolivianische Seite des Sees. Copacabana ist immerhin etwas netter anzusehen als Puno, aber leider über die Maßen touristisch. Rund um den Plaza Mayor wimmelt es von Touranbietern, Restaurants und Andenkenläden. Außerdem bereitet sich Copacabana gerade auf ein riesiges Fest vor, zu dem täglich an die 6000 Menschen in das 15.000 Einwohnerdorf kommen sollen. Langsam haben wir genug von Blasmusik und flüchten rechtzeitig auf die Isla del Sol, laut Inkalegende die Geburtsstätte der Sonne.

Die Insel wird zwar auch vom Tourismus dominiert, dennoch gibt es hier genügend Rückzugsmöglichkeiten. Es ist so ruhig und friedlich, dass wir beschließen, insgesamt drei Nächte auf der Insel zu verbringen. Wir hatten das Reisetempo in Peru deutlich angezogen, so dass diese kurze Ruhepause sehr gut tut.

Von der Schiffsanlegestelle im Süden führt ein steiler Weg den Berg hinauf ins Dorf Yumani. Wegen der Höhe ist dieser Weg recht anstrengend zu laufen. Trotzdem gehen wir den gesamten Weg bis zum höchsten Punkt und nehmen dort erst eine Unterkunft, was sich durch den Blick, den wir auf beide Seiten der Insel haben, bezahlt macht.
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Während der Tage auf der Insel unternehmen wir nicht viel. Eigentlich wäre es möglich, die Insel vollständig zum Nordende und zurück zu durchwandern, was wir auch vorhatten. Da wir aber deutlich länger schlafen als geplant, kommen wir nur bis zur Hälfte ins Dorf Challapampa. Trotzdem genießen wir unterwegs den herrlichen Ausblick.
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Früh am letzten Tag machen wir uns auf den Weg nach La Paz. Überrascht müssen wir feststellen, dass das Boot von der Isla del Sol zurück nach Copacabana plötzlich 20 Bolivianos kostet und nicht zehn, wie noch die Hinfahrt. Man erklärt uns, dass es auf der Insel ja nicht so viele Anbieter gäbe wie in Copacabana, daher der höhere Preis. Nach einem ziemlichen Aufstand erhalten wir das Ticket immerhin für 15 Bolivianos.

In Copacabana fährt sofort ein Bus nach La Paz ab. Dank einer Fährverbindung über den See dauert die Fahrt nur drei Stunden. Sieht abenteuerlich aus, spart aber enorm Zeit.
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Die Passagiere werden mit einem eigenen Boot übergesetzt. Wieder im Bus haben wir Glück und sitzen vorne neben dem Fahrer. So sehen wir die Berglandschaft rund um La Paz kontinuierlich näherkommen.
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Eingestellt von Daggi.Oli 17:21 Archiviert in Peru Tagged round_the_world

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Kommentare

Hey ihr zwei Weltenbummler,

wow, ihr seid aber fleißig. Da schaut man mal ein paar Tage nicht, und dann sind hier gefühlte 36719 neue Einträge :).

Schön, dass ihr so viel zu berichten habt....schön wie die Texte und Bilder, die ihr mit uns allen teilt.

Selbst ich, der ich das nur beobachte, denke manchmal ihr seid schon EWIG unterwegs, weil es einfach sooooo viele Eindrücke sind. Wenn ich dann überlege, dass es eigentlich "erst" ein knappes halbes Jahr ist (nichtmal..)....beeindruckend!

Ich seh schon, wenn ihr nochmal in Berlin verweilt, wo auch immer eure Wege danach hinführen, erwarten mich neben den Bildern hier drin noch Tonnen weiterer Fotos...und ich freu mich drauf! :)

Seid lieb gegrüßt!

von Falk

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