Reise blog von Travellerspoint

Entlang der Eisenbahn

Millstream Chichester Nationalpark, Hamersley Gorge und Tom Price

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Wir fahren nun also im dritten Gang eher mit 70 anstatt mit 80 Kilometern pro Stunde weiter. Da überhaupt nicht einzusehen ist, dass wir unseren Plan wegen einer unfähigen Autovermietung ändern, besuchen wir zunächst den Millstream Chichester Nationalpark und die Hamersley Gorge, bevor wir nach Tom Price in die Werkstatt fahren.

Die Zufahrt zum Nationalpark ist eine private Schotterpiste, die von einem der Minengiganten betrieben wird. Es ist eine Servicestraße, die neben Bahngleisen entlangläuft. Wer als Tourist die Route befahren möchte, kann eine Erlaubnis dafür einholen. Man bekommt ein Video über die Gefahren von Schotterpisten zu sehen und lernt, was alles mit welchen Konsequenzen falsch gemacht werden kann. Nebenbei bemerkt, das Video ist hervorragend, ein Lob an den Kameramann und an die Firma, die das Budget für die Hubschrauberaufnahmen freigegeben hat. Nachdem dann noch eine Unterschrift geleistet ist, steht dem Gerüttel nichts mehr im Weg.

Landschaftlich ändert sich nicht viel. Es bleibt rot, weit, trocken.
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Auf diesem Foto kaum zu glauben, doch der Millstream Nationalpark wirbt damit, dass eine der Hauptattraktionen das viele Süßwasser sei. Das erste Beispiel, das wir dafür zu sehen bekommen ist der Python Pool, wo jedoch leider keine Schlange zu finden ist.
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Es folgt ein tatsächlich noch wasserreicher Fluss, der sich durch die Landschaft windet. Sehr viel beeindruckender ist allerdings die Hamersley Gorge, die bereits zum nächsten Nationalpark, Karijini, gehört. Die Gesteinsformationen und -farben dort sind fantastisch.
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Das Wasser in der Schlucht ist herrlich klar und sammelt sich immer wieder in kleinen Becken, die zum Baden einladen. Die Nacht verbringen wir auf einem sehr schönen Platz oberhalb der Gorge, der zum Glück so abgelegen ist, dass wir uns keine Gedanken machen müssen, verscheucht zu werden.

Dann entschließen wir uns doch dafür, einen kleinen Umweg nach Tom Price zu fahren und erst anschließend die weiteren Sehenswürdigkeiten des Karijini Nationalparks zu besuchen. Als wir gegen 14 Uhr bei der Werkstatt ankommen, werden wir auf den nächsten Tag früh morgens vertröstet, weil der Mechaniker, der sich am besten mit dem Computer auskennt, gerade jemanden aus dem Nationalpark abschleppen muss. Also vertreiben wir uns irgendwie die Zeit in Tom Price. Lesen, Grillen, Dösen, viel mehr kann man hier nicht unternehmen. Die Stadt ist, wie alle in der Gegend, nur als Wohnort für Minenarbeiter entstanden. Netter Nebeneffekt, Touristen können die vorhandene Infrastruktur nutzen. Und so sehen wir wenigstens noch eines der Minenfahrzeuge, die wir uns in Chile schon ansehen wollten, aber nicht konnten, weil wegen starken Windes die dort kostenlose Führung abgesagt wurde. In Australien werden für eine zweistündige Führung 25 Dollar verlangt, was es uns nicht wert ist.
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Zu unserer Freude entdecken wir an der Schule in Tom Price noch ein offenes WLAN, von dem wir ausgiebig Gebrauch machen und so den Abend verbringen. Wie alles in Australien ist auch die Internetnutzung extrem teuer. Je nachdem wie abgelegen der Ort ist, müssen rund fünf bis zehn Dollar die Stunde kalkuliert werden. In Darwin war der günstigste Preis zwei Dollar fünfzig. Angesichts der weltweiten Entwicklung, Onlinezugang immer flächendeckender und günstiger anzubieten, scheint Australien hier hinterherzuhinken.

Nachdem wir unsere Onlinesucht befriedigt haben, verbringen wir die Nacht im Auto in der Nähe der Werkstatt, um am nächsten Morgen pünktlich um sieben Uhr vorzufahren. Wie versprochen kommen wir sofort dran und während der Mechaniker das Auto untersucht, packen wir unser Frühstück aus. Dass nicht sofort wieder jemand bei uns steht und verkündet, der Computer könne das Auto nicht analysieren, werten wir als positiv und warten. Und warten....
Um halb elf schließlich kommt der Chef und meint, sie hätten ein paar kaputte Sicherungen und gebrochene Kabel gefunden und ausgetauscht und die Schaltung würde jetzt wieder funktionieren. Er bestätigt außerdem unsere Vermutung, dass in der „D“-Stellung ausschließlich der dritte Gang benutzt wurde. Wir machen uns sofort und mit wesentlich mehr Freude am Fahren auf den Weg in den Nationalpark.

Eingestellt von Daggi.Oli 17:01 Archiviert in Australien Tagged australien round_the_world hamersley_gorge millstream_chichester_nationalp tom_price

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