Reise blog von Travellerspoint

Quito...

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... auf 2850 m Hoehe gelegen eine der hoechsten Hauptstaedte. Leider ist es mit Quito, wie mit den meisten lateinamerikanischen Staedten. Spaetestens nach drei Tagen ueberkommt einen die Sehnsucht nach frischer Luft und unendlich viel Ruhe. Jeder der rund 1,4 Millionen Einwohner scheint sein Bestes zu tun, um genau das zu verhindern. Es ist laut, an jeder Ecke blasen die Busse schwarze Abgaswolken in die Luft und hupen dabei bekraeftigend.

Aus der Ferne allerdings sieht Quito recht eindrucksvoll aus:
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Manche Teile auch aus der Naehe, wenn gerade kein Bus vorbeikommt:
1003_Quito_viejo.jpg

Mittlerweile sind wir seit rund zwei Wochen in der Stadt. Nach den ersten vier Tagen im Hostel L´Auberge Inn sind wir zeitgleich mit dem Beginn unseres vierwoechigen Spanischkurses bei Yadi eingezogen, einer ecuadorianischen Lehrerin. Francesca, ihre fast dreijaehrige Tochter, ist uns gegenueber ein wenig misstrauisch und versteckt sich immer - von Reden ganz zu schweigen.

Aus Kostengruenden haben wir nur vier Naechte, von Montag bis Freitag, bei den beiden gebucht. In dieser Zeit koennen wir das Eis ein wenig brechen und lernen von Francesca am letzten Tag noch ein paar spanische Vokabeln wie boca und dedo.

Den Rest muessen wir uns in der Schule aneignen, jeden Tag von 8.30 bis 12.30 quaelen wir uns durch unregelmaessige Verben und versuchen muehsam eigene Saetze zu stammeln. Die erste Woche haben wir noch gemeinsam Unterricht, die naechsten drei Wochen nehmen wir Einzelunterricht. Das macht die Sache nur unwesentlich teurer, dafuer aber fuer jeden von uns umso intensiver.

Mitad del Mundo

Die Tage unter der Woche sind also recht eintoenig: Schule, Mittagessen, Lernen, Abendessen, Lernen, Schlafen. Viel mehr steht nicht auf dem Programm. Klar, dass wir an den Wochenenden versuchen, Quito zu entfliehen. Gleich nach unserer Ankunft waren wir am "Mitad del Mundo", der Mitte der Erde. Dort gibt es ein ganz nettes Museum, Inti-Ñan, wo man wissenswertes ueber die indigene Kultur lernen kann, beispielsweise wie Schrumpfkoepfe hergestellt werden. Ausserdem kann man feststellen, dass unsere Physiklehrer nicht gelogen haben. Wasser in einem Becken fliest auf der Nordhalbkugel tatsaechlich in entgegengesetzter Richtung ab, als auf der Suedhalbkugel. Wir haben es mit eigenen Augen gesehen. Ausserdem ist es direkt auf dem Aequator moeglich, ein rohes Ei auf einem Nagel zu balancieren.

Papallacta

Ein weiterer netter Ausflug: die Thermen von Papallacta. Von Quito aus faehrt man (je nach Busfahrer) zwischen 2,5 und 3,5 Stunden. Unterwegs ueberquert man einen 4100 m hohen Kordillerenkamm. Die Thermen selbst liegen auf 3300 m Hoehe. In die Landschaft integriert finden sich dann Pools verschiedener Temperaturen, von eiskalt bis bruehheiss. Wenn das Wetter mitspielt, sieht man einen rund 6000 m hohen Vulkan, waehrend man im Wasser doest. Als wir da waren war es bewoelkt und hat mit Unterbrechungen den ganzen Tag geregnet.

Rucu Pichincha

Auch geregnet hat es, als wir den Hausberg von Quito besucht haben. Aus der Stadt bringt einen eine Seilbahn zunaechst auf knapp ueber 4000 m. Beeindruckend ist die Vegetation auf dieser Hoehe. Wo bei uns nur noch Steine und Felsen zu sehen sind, ist hier alles gruen, voller Graeser und Pflanzen. Oben angekommen hat man einen tollen Blick auf Quito. In ca. 2-3 Stunden kann man dann auf den Gipfel gehen. Nachdem wir aber nach ca. 2 Sunden Wanderung mitten in dichten Wolken im Regen stehen, entscheiden wir uns umzukehren.

Inzwischen sind wir auch in unser eigenes "Zuhause" gezogen. Im Casa Oriente vermietet Pedro, der entspannteste Mensch der Welt, kleine "Apartments". Unseres besteht aus einer Kueche, in die ein Bad eingezogen ist und einem Schlafzimmer. Das ganze koennte etwas mehr Licht vertragen und ein wenig gemuetlicher sein. Es ist aber unschlagbar guenstig. Hier werden wir also drei Wochen bis zur Abfahrt aus Quito wohnen.

1003_Quito_apartment.jpg1003_Quito_backyard.jpg

Eingestellt von Daggi.Oli 16:36 Archiviert in Ecuador Tagged round_the_world

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Inhalt

Kommentare

"Mund" und "Finger". Ich benutze dafür noch eine Maschine, euer Spanisch sollte inzwischen ja besser sein. :)

Die Behausung sieht doch eigentlich ganz nett aus. Ich denke, viel auf dem Zimmer hocken werdet ihr ohnehin nicht. Quito sieht wirklich schön aus. Jetzt will ich aber auch einen Quito-Bus sehen! :)

Beste Grüße an euch Zwei, lasst es euch gut gehen!

von Falk

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