Reise blog von Travellerspoint

Steinsäulen aus anderen Welten

Die Pinnacles

overcast 22 °C
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Nur noch 250 Kilometer nördlich von Perth liegt der Nambung Nationalpark mit den berühmten Pinnacles, eine Sandwüste aus der tausende von Kalksteinsäulen in die Höhe ragen.

Als holländische Seefahrer um 1650 die Gegend erkundeten, hielten sie die Formationen für Hinterlassenschaften einer alten Zivilisation. Tatsächlich stammen sie aus einer Epoche, als sich das Meer noch weiter ins Landesinnere erstreckte und dort Muschelschalen abgelagert wurden. Durch Regen komprimiert entstanden schließlich die Säulen, die über die Jahrtausende immer wieder vollständig von Sand verdeckt waren. Allerdings gibt es für diese Entstehungstheorie keine Beweise. Eine andere geht von einem versteinerten Wald aus. Fest steht, die fast außerirdisch anmutende Landschaft übt eine magische Faszination aus.
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Eingestellt von Daggi.Oli 17:01 Archiviert in Australien Tagged pinnacles australien round_the_world nambung_nationalpark Kommentare (0)

Von Kalbarri nach Geraldton

sunny 30 °C
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Das nächste Ziel nach Monkey Mia ist der Kalbarri Nationalpark. Er ist schön, aber nachdem sich die Landschaft seit der Gibb River Road nicht nennenswert verändert hat, gehört er keinesfalls ins Pflichtprogramm.

Am sogenannten Nature's Window entscheiden wir, mal wieder das Auto gegen unsere Füße einzutauschen.
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Nur acht Kilometer gilt es zu bewältigen, inzwischen bewegen sich die Temperaturen auch nicht mehr in den vierzigern. Allerdings müssen wir schnell feststellen, dass auch 30° in der Mittagshitze ohne Schatten auf dem Weg noch ausreichen, um uns ziemlich zu erschöpfen. Schon bald verlieren wir die Lust und quälen uns durch die insgesamt drei Stunden, bis wir wieder den Ausgangspunkt erreichen. Immerhin gibt es unterwegs schöne Felsformationen zu sehen.
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Höhepunkt des Parkbesuchs bleibt für uns allerdings der Dornteufel, den wir auf dem Weg zum Highway auf der Straße sitzen sehen. Zum Glück ist er sich seines giftigen Aussehens so bewusst, dass er sich keinen Millimeter bewegt, als wir an ihm vorbeirasen und immer noch am gleichen Fleck steht, nachdem wir zurückgesetzt haben. Er steht auch brav Pose für Fotos.
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Die Stadt Kalbarri versucht mit Pelikanen etwas ähnliches aufzubauen wie Monkey Mia mit Delphinen. Jeden Morgen seit dreißig Jahren wird die Freundschaft zwischen Tier und Mensch mit ein wenig Fisch neu besiegelt. Eine kleine Gruppe Touristen wohnt dem Schauspiel bei. Wir finden allerdings den großen Schwarm Kakadus, der den Rasen in Kalbarri abweidet, fotogener.
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Hinter der Stadt erstreckt sich der Nationalpark weiter die Küste entlang...
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… und weiter südlich bei Port Gregory nennt sich ein See „Pink Lake“. Wir denken zunächst an eine leichte Färbung ähnlich wie die der Laguna Colorada in Bolivien. Dieser See jedoch hält was sein Name verspricht.
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Verantwortlich für das intensive Rosa ist Beta-Karotin, das von einer Alge produziert wird.

Schließlich erreichen wir Geraldton, die erste Stadt mit größerem Supermarkt seit Karratha. Wir verbringen zwei ereignislose Tage dort mit der Vorbereitung von Weihnachtsgeschenken.

Eingestellt von Daggi.Oli 16:50 Archiviert in Australien Tagged australien round_the_world geraldton kalbarri_nationalpark Kommentare (0)

Weihnachtsträume in Shark Bay

Carnarvon, Denham und Monkey Mia

sunny 28 °C
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Bereits ab Exmouth fällt uns auf, dass deutlich mehr Traveller unterwegs sind als noch im Northern Territory. Es gibt in Australien fast ausschließlich Langzeitreisende. Die meisten kommen aus Frankreich oder Deutschland und direkt nach dem Schulabschluss. Dank Work & Holiday Visum bleiben sie wenigstens ein Jahr und fahren in dieser Zeit in zu Campern ausgebauten Bussen durchs Land. Abends fallen sie häufig wie die Heuschrecken über die Campingplätze her, nehmen rücksichtslos alle verfügbaren Bänke und Tische in Beschlag, bauen zum Beispiel ihre Zelte direkt daneben auf, so dass niemand anderes sie nutzen kann und machen die halbe Nacht einen Höllenlärm. Das ist auch ein Grund, warum das Reisen in weniger entwickelten Ländern, wo vielleicht mehr Abenteuerlust nötig ist, angenehmer ist. Dort haben wir die Reisenden jedenfalls anders empfunden.

Wir bleiben weiterhin auf dem Touristenpfad an der Küste. Von Coral Bay aus führt der Weg über Carnarvon nach Denham und weiter bis ins Monkey Mia Ressort, wo Delphine beobachtet werden können.

In Carnarvon erhält das Lied „I am dreaming of a white christmas“ eine ganz neue Bedeutung, als wir zu dessen Klängen bei ca. 30° auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums einen Liter Eis verzehren. Weihnachtliche Stimmung möchte sich bei Sonnenschein in Meeresnähe nicht so richtig einstellen. Dazu fehlt die Dunkelheit, der Schnee, Weihnachtsmärkte und Glühwein. Aber träumen darf man ja...

Trotz vieler Besucher gibt es bei Denham mehrere Plätze, die man fast für sich alleine haben kann. Nach vorheriger Anmeldung darf zum Beispiel in Meeresnähe am Aussichtspunkt Eagle Bluff übernachtet werden. Wo man tagsüber noch über das größte Seegrasfeld der Welt blickt und sich unten in der Bucht die Haie tümmeln...
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… bietet sich während des Abendessens eine wunderschöne Sonnenuntergangsstimmung.
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Auf dem Weg nach Denham lassen sich Stromatolithen bestaunen. Sie sehen schlicht nach Felsen aus, bestehen aber aus Mikroben, die sich zu diesen Gebilden zusammen geschlossen haben. Ihnen wird ein wesentlicher Beitrag zur Entstehung des Lebens auf der Erde zugeschrieben. Vor etwa zwei Milliarden Jahren waren sie die ersten Lebensformen, die Sauerstoff produzierten.
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Ein weiterer Stopp auf dem Weg ist der Shell Beach. Er trägt seinen Namen zu Recht, wie das Foto zeigt.
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Hinter Denham schließlich liegt das Monkey Mia Ressort. Warum das Ressort nun ausgerechnet Affe heißt, wo dort doch täglich Delphine gefüttert werden, erschließt sich uns nicht. Jeden Morgen gegen acht Uhr kommen wilde Delphine ans Ufer geschwommen und warten auf ihre Ration Fisch. Insgesamt fünf Delphine werden bis zur Mittagszeit drei Mal gefüttert. Während der ersten Fütterung drängeln sich die Besucher noch an der Wasserlinie, jeder versucht einen besseren Platz zu erhaschen. Bei der dritten Fütterung ist nur noch eine kleine Hand voll dabei.

Die Damen, die die Fütterung durchführen, legen großen Wert darauf, zu betonen, dass die Delphine nicht wegen des Fressens sondern wegen der Interaktion mit den Menschen kommen. Sie würden nur einen winzigen Bruchteil des täglichen Bedarfs verfüttern. Uns drängt sich die Frage auf, ob die Tiere ganz ohne Fressen wirklich kommen würden? So wurden sie vor dreißig Jahren erstmals angelockt. Immerhin darf nicht wie früher jeder Besucher selbst mit einem Eimer voller Fische ins Wasser.

Es ist ohne Zweifel ein schönes Erlebnis, hat aber leider doch irgend etwas von Disney Land, wie schon der Lonely Planet treffend bemerkt.
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Hat man einmal Eintritt gezahlt, darf man den ganzen Tag im Ressort bleiben. Allerdings gibt es dort hauptsächlich Strand ohne Schatten. Wir gehen noch einmal schnorcheln in der Hoffnung, die Delphine würden sich noch irgendwo herumtreiben. Leider sehen wir nur trübes, sandiges Wasser und so entscheiden wir, uns wieder auf die Straße zu begeben.

Eingestellt von Daggi.Oli 10:40 Archiviert in Australien Tagged monkey_mia australien round_the_world carnarvon shell_beach denham stromatoliten eagle_bluff Kommentare (0)

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