Reise blog von Travellerspoint

Juli 2010

Kolumbiens beste Küche in Taganga

sunny 30 °C
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Taganga liegt nördlich der Hafenstadt Santa Marta in einer sehr schönen, natürlichen Bucht.
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Unser Aufenthalt dort beginnt mit der unschönen Erfahrung, dass die Busfahrer in Santa Marta keine Passagiere mit grossen Rucksäcken mitnehmen. Kaum ist dieser gesichtet wird wieder auf das Gas gedrückt. Das passiert uns zwei Mal, beim dritten Mal erzwingen wir uns den Zutritt und springen mit Rucksack auf dem Rücken in den noch fahrenden Bus. Die tolle Ausrede des Fahrers: Die Haltestelle wäre weiter hinten, die Verkehrspolizei würde kein Einsteigen an anderen Stellen erlauben.
In diesem Land hat sich noch nie jemand an eine Haltestelle gehalten! Wie auch immer, wir sind im Bus und erstmal nicht mehr herauszubekommen.

In Taganga gibt es eine Unmenge von Unterkünften. Eine Handvoll hat sich als typische Backpacker-Absteigen etabliert, der Rest wird eher von Einheimischen besucht. Da uns nach Gesellschaft ist, versuchen wir zunächst die Hostels, in denen man sich auf Englisch unterhalten kann. Sie sind allesamt sehr schön, bieten die üblichen Annehmlichkeiten wie kostenlosen Kaffee, WiFi, Küche und ähnliches, verlangen aber leider ziemlich viel Geld, so dass wir letzten Endes fast zum halben Preis, weniger schön aber mit eigenem Bad, bei Kolumbianern landen.

Das Dorf selbst scheint mittlerweile von Ausländern dominiert. Es gibt ziemlich viele Europäer, die irgendwann hängen geblieben sind und jetzt teils mehr teils weniger kaputt versuchen, sich mit dem Verkauf diverser Handwerksarbeiten über Wasser zu halten. Im angetrunkenen Zustand kommt es gerne noch zu Streitigkeiten. Taganga war vielleicht mal ein traumhaftes Stranddörfchen in der Karibik, für uns gibt es nur einen Grund dort hinzufahren. Das Restaurant des niederländischen Kochs Patrick im Garten des Hostels Casa de Felipe. Er ist nicht nur sehr nett und ein interessanter Mensch - er hat schon viel von der Welt gesehen und allein über zwei Jahre Asien bereist - er kocht auch auf ziemlich hohem Niveau. Nachdem wir am ersten Abend sein Filet Mignon in Weinsauce mit Gemüse und Ofenkartoffeln gekostet haben, sind wir überzeugt und besuchen ihn am nächsten Abend erneut. Für umgerechnet rund neun US Dollar erhält man geschätzte 400 Gramm Fleisch bester Qualität auf den Punkt zubereitet. Der Hähnchenspiess mit Erdnussauce, süss-sauren Gurken und Ingwer-Safran-Curry-Reis sowie das Pangasiusfilet mit Krabben-Meeresfrüchtesauce, die wir am nächsten Abend probieren, spielen in der gleichen Liga. Wären wir länger in Taganga geblieben, hätten wir vermutlich bald Stammkundenrabatt erhalten.

Eingestellt von Daggi.Oli 18:36 Archiviert in Kolumbien Tagged round_the_world Kommentare (6)

Tolú - ein kolumbianisches Urlaubsparadies

semi-overcast 26 °C
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Da, wie bereits erwähnt, keine Strasse nach Capurganá führt, weichen wir mal wieder aufs Boot aus, um abzureisen. Wir entwickeln uns noch zu echten Seeleuten. Zwei Stunden mit gefühlten 380 km/h dauert die Überfahrt nach Turbo, einer Stadt, die wieder per Bus verlassen werden kann. Und das ist das einzig Wahre, was man hier tun kann. Frei nach Brecht, der angeblich das Gleiche von Augsburg und München behauptet hat: Das Beste an Turbo ist das Boot nach Capurganá.

Wir entscheiden uns für die Gegenrichtung und nehmen den ersten Bus nach Montería, das an Charme mit Turbo konkurriert. Also nächster Bus, diesmal nach Tolú, ein typischer Küsten-, Strand- und Urlaubsort der Kolumbianer. Das äussert sich zum Beispiel darin, dass durch das Zentrum Fahrradrikschas fahren, teilweise mit Sitzplätzen für bis zu acht Personen. Erwähnenswert ist das nur deshalb, da diese Gefährte bereits auf mehrere Kilometer Entfernung auszumachen sind wegen der immensen, an ihrer Grenzlast arbeitenden, Beschallungsanlagen, die zusätzlich zu den Fahrgästen herumkutschiert werden. Ist man nicht der drohenden Taubheit in die nächste Seitenstrasse geflüchtet, sieht man einen völlig verschwitzten, auch an der Grenzlast arbeitenden Steuermann und Betreiber des Gefährts mit breit grinsenden kolumbianischen Gästen, von denen manche als Alibi ein wenig ihre Pedale bedienen. Ist dann der Inhaber des Fahrgeschäfts erschöpft vom Sitz gefallen, werden von allen Mitfahrern auf eben diesem noch Fotos geschossen.

Amüsant, aber nicht ganz, was uns vorschwebt. Es gibt einige vorgelagerte Inseln mit hübschen Stränden aber Sapzurro und San Blas dürften nicht mehr zu überbieten sein. Deshalb gehen wir im Schlamm anstatt im Meer schwimmen. Der Schlammvulkan El Tesoro ist einfach per Bus zu erreichen. Übrigens wesentlich leichter und günstiger als der Vulkan Totuma, der gerne von Cartagena aus besucht wird. Zudem ist El Tesoro deutlich grösser und wir hatten ihn ganz für uns alleine.
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Das "Schwimmen" im Schlamm ist eine surreale Erfahrung und fühlt sich eher wie ein Fitnesstraining an. Mit jeder Bewegung kämpft man gegen enorme Widerstände. Die nächste Herausforderung ist zur Dusche zu gelangen, ohne auf die Schnauze zu fallen.
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Nachdem das gelungen war, gibt es für uns in Tolú nichts mehr zu tun und wir steuern als nächstes Ziel Taganga an, das bei den typischen Backpackertouristen deutlich beliebter ist.

Eingestellt von Daggi.Oli 17:31 Archiviert in Kolumbien Tagged round_the_world Kommentare (1)

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