Reise blog von Travellerspoint

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Bagan – Die Stadt der tausend Pagoden

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Im Jahr 1044 hat es begonnen. König Anaw-ratha übernahm mit Gewalt das Zepter, führte den Therawada-Buddhismus ein und gab den Bau des ersten Tempels in Auftrag. In den darauffolgenden 200 Jahren herrschte ein unvergleichlicher Baurausch und Bagan entwickelte sich zu einer der größten Städte des damaligen Asiens.

Von geschätzten rund 12.000 Tempelanlagen und Pagoden sind heute noch über 2000 auf vergleichsweise kleinem Raum zu sehen, weshalb Bagan häufig in einem Satz zusammen mit Angkor Wat genannt wird. Die einzelnen, sehr schön restaurierten Anlangen von Angkor Wat sind zwar wegen ihrer unglaublichen Steinmetzarbeiten beeindruckender, aber sie sind über eine weite Fläche verstreut. Die Faszination Bagans liegt in der Dichte der Bebauung. Klettert man auf eine der Tempelanlage hinauf, eröffnet sich eine unvergleichliche Landschaft, in der sich Stupa an Stupa reiht soweit das Auge blickt.
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Am ersten Tag lassen wir uns mit dem Pferdekarren herumkutschieren, fühlen uns dabei jedoch recht unwohl. Irgendwie passt das nicht zu uns. Wir hatten uns nur dafür entschieden, weil wir dachten, auf diese Weise mehr von den Anlagen sehen zu können, was aber nicht unbedingt der Fall war.

Für uns die schönste Art, die Gegend auf uns wirken zu lassen, ist mit dem Fahrrad. Wir leihen uns zwei der allesamt quietschenden und schwergängigen Exemplare und fahren den ganzen Tag von Tempel zu Tempel.
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Wo Tempel sind, sind natürlich auch Buddhastatuen, manche größer, manche kleiner, manche genauso alt wie die Anlage selbst, oft aber auch neueren Datums. Häufig muss man sich beim Rundgang in den Pagoden an Gruppen Gläubiger vorbeidrücken, denen das jedoch nichts auszumachen scheint.
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Es ist überhaupt schön, wie unverkrampft Buddhisten im allgemeinen mit ihren heiligen Stätten umgehen. Die Statuen werden angefasst, es darf gelacht werden, alles scheint sehr ungezwungen. Unser Besuch der Nationalmoschee in Kuala Lumpur kommt uns unwillkürlich in den Kopf. Sie darf nur von Moslems betreten werden, Frauen natürlich nur mit Kopftuch. Die Geschlechter haben getrennte Bereiche, damit, wie uns ein Freiwilliger erklärt hatte, die Männer durch den Anblick der beim Beten hockenden Frauen nicht auf unzüchtige Gedanken kommen. So hatten wir ihn jedenfalls verstanden. Wir hoffen, es war ein Verständigungsproblem, fühlen uns aber dennoch bei den Buddhisten deutlich wohler.

Am Ende jedes Tages in Bagan versucht jeder einen schönen Platz für den Sonnenuntergang und das beste Foto zu finden. Und jetzt sind wir doch froh über unseren Pferdekarren. Unser Fahrer kennt einen Tempel mit traumhafter Aussicht, der nicht von Besuchern überrannt wird, wie die in den Reiseführern empfohlenen Plätze. Was das bedeutet erfahren wir am zweiten Abend, als, während wir oben warten, insgesamt acht voll besetzte Reise- und unzählige Kleinbusse vorfahren. So aber genießen wir zumindest am ersten Tag das Schauspiel in angenehm ruhiger Atmosphäre.
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Eingestellt von Daggi.Oli 11:14 Archiviert in Myanmar Tagged bagan myanmar tempel stupa round_the_world birma pagoden Kommentare (5)

Erste und vermutlich letzte Meldung aus Birma

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Endlich! Nach vielen Überlegungen, Planänderungen und planlosen Tagen sind wir wieder angekommen. Zum ersten Mal seit der Zeit in Südamerika spüren wir wieder den Nervenkitzel des Unbekannten. Fremde Sprache, fremde Schrift und unaussprechliche Namen wirken auf den ersten Blick vielleicht abschreckend, lassen das Reisen jedoch zu dem werden, wonach wir suchen und was den Reiz für uns ausmacht. Rückblickend hätten wir Australien gar nicht oder sehr viel kürzer besuchen sollen. Aber wie wir schon so oft auf dieser Reise feststellen mussten, hinterher ist man immer schlauer.

Die Burmesen sorgen bereits direkt nach unserer Ankunft dafür, dass wir uns sehr wohl fühlen. Sie sind ein außerordentlich hilfreiches, offenes und freundliches Volk. Überall lächelt und winkt man uns zu, Kinder rufen jedem Ausländer ein fröhliches „hello“ entgegen und ein kleiner Junge von vielleicht drei Jahren deutet mit dem Finger auf uns und verkündet, wie uns übersetzt wird, lauthals und freudestrahlend, dass hier Ausländer unterwegs seien. Kurz, man kann sich nur wohl fühlen.

Soviel nur zu unserer momentanen Gefühlslage. Wie schon angekündigt, sind die Internetverbindungen hier nicht die schnellsten. Deshalb werden wir uns aus Birma nicht mehr melden und die Berichte nachliefern, sobald wir das Land verlassen haben.

Ansonsten ist mittlerweile entschieden, dass aus zwölf Monaten Reisezeit nun 14 werden. Wir planen unsere Rückkehr nach Deutschland für Mitte Mai. Obwohl wir großen Respekt vor dem Wiedereinstieg haben, freuen wir uns auch auf ein Wiedersehen mit euch.

Eingestellt von Daggi.Oli 10:21 Archiviert in Myanmar Tagged bagan burma myanmar round_the_world birma Kommentare (6)

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