Reise blog von Travellerspoint

Einträge over patagonien

Ushuaia – Ende einer Reise von Panama nach Patagonien

semi-overcast 6 °C
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Von Puerto Natales in Chile gibt es direkte Busverbindungen nach Ushuaia in Argentinien. Ushuaia vermarktet sich gerne als die südlichste Stadt der Welt und als symbolisches Ende unserer Reise durch den südamerikanischen Kontinent fahren auch wir bis hinunter an den Beagle Kanal, benannt nach dem Schiff, auf dem Charles Darwin die Welt umsegelte.

Nur noch 1000 Kilometer trennen Ushuaia von der Antarktis und uns circa zwei Wochen mehr Zeit und rund 5000 US Dollar pro Person, um auf einem Schiff noch weiter nach Süden vorzudringen. So also bleibt es beim Besuch von Ushuaia. Nicht einmal ins noch südlicher gelegene Puerto Williams schaffen wir es. Dieses gehört zu Chile und scheint über schlechtere Marketingstrategen zu verfügen. Ushuaia redet sich nun so aus der Affaire, dass Puerto Williams ja unter 10.000 Einwohner hätte und sich somit nicht Stadt nennen dürfe und demnach Ushuaia weiterhin die südlichste Stadt der Welt bleibt.

Ushuaia ist ein nettes Fleckchen Erde, touristisch, aber in der Nebensaison sehr entspannt und ruhig. Überraschend für uns zu sehen ist, wie weit sich die Anden erstrecken, bis zum allerletzten Stück Land.
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Wir unternehmen noch eine Schiffsfahrt zum Leuchtturm im Beagle Kanal, vorbei an kleinen, fürchterlich stinkenden Inseln voller Seelöwen und Kormorane.
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Ein weiterer Ausflug führt uns zum Gletscher Martial, der allerdings wegen des vielen noch liegenden Schnees gar nicht zu sehen ist. Der Weg vom Dorf zum Gletscher dauert zu Fuß etwa zwei Stunden. Als uns auf dem Parkplatz eine ältere Dame anbietet, mit ihr und ihrem Sohn im Auto zurückzufahren, nehmen wir dankbar an. Es stellt sich heraus, dass sie eine Argentinierin deutscher Abstammung ist und fließend unsere Sprache beherrscht. Sie freut sich riesig über die Gelegenheit, ihre, wie sie empfindet, Muttersprache zu praktizieren und lädt uns sofort in das Haus ihrer Tochter ein, die in Ushuaia wohnt. Dort verbringen wir weitere drei Stunden bei interessanten Gesprächen, bevor sie uns zu unserem Hostel fahren.

Am fünften Oktober schließlich fliegen wir nach Buenos Aires, wo uns noch ein paar Tage bleiben, bevor wir endgültig den Kontinent verlassen werden.

Eingestellt von Daggi.Oli 14:42 Archiviert in Argentinien Tagged ushuaia round_the_world patagonien südlichste_stadt_der_welt beagle_kanal argentinien Kommentare (0)

El Chaltén – ein Dorf nur für Bergsteiger und Wanderer

overcast 5 °C
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Wer El Calafate besucht, fährt normalerweise von dort aus nach El Chaltén weiter, um die berühmten Berge Fitz Roy und Cerro Torre zu bewundern. So auch wir. Und wie auch wir hofft jeder, einen Blick auf die Gipfel ohne Wolken zu erhaschen. Wir haben Glück. Als wir ankommen, bietet sich ein freier Blick auf die Massive.
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El Chaltén wurde vor etwa dreißig Jahren gegründet und ist ein winziges Nest, das eigentlich nur existiert, um den Touristen etwas Infrastruktur zu bieten. Es besteht ausschließlich aus Unterkünften, Bergsportartikelverkauf und -verleih, Restaurants und mittlerweile sogar einem Geldautomaten.
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Das Dorf hat vielleicht auch deshalb keinen Charme, weil sowieso alle Besucher nur zum Schlafen da sind und die restliche Zeit auf Wanderungen verbringen. Wir möchten die nächsten zwei Tage zu Aussichtspunkten laufen, die nähere Blicke auf die Berge ermöglichen. Die meisten Wege im Gebiet sind noch vollständig mit Schnee bedeckt und mit unserer Ausrüstung, zu der nur wasserdurchlässige Schuhe gehören, nicht ohne starke Erkältungen zu bewältigen. Deshalb entscheiden wir uns für zwei Tageswanderungen, die nicht allzu hoch in die Berge führen.

Direkt nach der Ankunft laufen wir noch auf einen kleinen Hügel zum Mirador Los Cóndores, wo immer wieder Kondore zu sehen sind, die ohne mit den Flügeln zu schlagen majestätisch in den Lüften schweben.
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Schon auf der Busfahrt hatten wir ein paar auf der Straße gesehen, die sich über irgendetwas Essbares hergemacht hatten.

Die kommenden Tage gehen wir jeweils um sieben Uhr in der Früh aus dem Haus, weil wir hoffen, bis zum Sonnenaufgang an den Aussichtpunkten zu sein. In der Morgenröte werden die Berge wunderschön beleuchtet. Leider spielt das Wetter nicht so mit, wie noch am Ankunftstag. Unser Blick auf den Cerro Torre sieht so aus:
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Auch der Fitz Roy zeigt einen Tag später nicht von seiner besten Seite.
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Am Tag unserer Abreise beweist dieser immerhin noch guten Willen und präsentiert sich in der Früh, als wir zum Bus laufen, in vollem Glanz.
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Eingestellt von Daggi.Oli 14:26 Archiviert in Argentinien Tagged atm round_the_world el_chalten fitz_roy patagonien Kommentare (0)

Perito Moreno – der Eisgigant von El Calafate

overcast 5 °C
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Um im langsam einsetzenden Frühling von Puerto Madryn nach El Calafate zu kommen, muss man zunächst etwa 18 Stunden mit dem Bus die Ostküste hinunter bis nach Rio Gallegos fahren, um dann weitere vier Stunden das Land bis an die Anden zu durchqueren. Der kürzere Weg über die Route 40, die an direkt den Anden entlangläuft, wird nicht gefahren, da die Straße noch immer wegen Schnee an manchen Stellen gesperrt sein könnte.

Nachdem wir um 19 Uhr abends in Puerto Madryn losfahren und rechtzeitig für den 14 Uhr Bus am nächsten Tag in Rio Gallegos ankommen, sind wir bereits um 18.30 Uhr in El Calafate – mal wieder fast 24 Stunden im Bus. Erneut ist uns die Touristeninformation sehr behilflich und wir finden zielsicher eine vergleichsweise unglaublich günstige Unterkunft. Wie schon zuvor erhalten wir ein Zimmer für vier Personen als Privatzimmer und wie immer steigen alle Backpacker in mindestens doppelt so teuren Unterkünften ab, die zwar stylischer sind aber sonst nicht mehr zu bieten haben. In unserer Unterkunft sind außer uns nur Argentinier, was auch unserem Spanisch zu Gute kommt.

Nach einem Tag für die weitere Organisation und um ein wenig am Blog zu arbeiten, fahren wir zum Perito Moreno Gletscher im Los Glaciales Nationalpark, der für Calafate das ist was die Wale für Puerto Madryn sind, der Grund überhaupt herzukommen.

Der erste Blick auf den Gletscher bietet sich während der Anfahrt im Bus und man kann schon die gewaltigen Ausmaße erahnen. Er erstreckt sich über eine Breite von fünf Kilometern und erhebt sich bis zu 60 Meter hoch über den Wasserspiegel.
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Je näher man kommt desto sprach- oder, im Falle dieses Blogeintrags, wortloser wird man angesichts des Schauspiels, das sich bietet. Es bleibt zu hoffen, die Fotos können ein wenig transportieren.
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Als wir im Besucherzentrum Fotos sehen, auf denen die Wanderstege vor dem Gletscher in ganzer Breite und in mehreren Reihen voller Touristen sind, die alle darum kämpfen eine bessere Sicht zu bekommen, sind wir unendlich froh, in der Nebensaison in Patagonien zu sein.

Eingestellt von Daggi.Oli 13:47 Archiviert in Argentinien Tagged el_calafate gletscher round_the_world pertito_moreno_gletscher los_glaciales patagonien Kommentare (3)

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